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Bodegas Muga

Muga ist in Spanien viel mehr als nur ein Weingut! Die 1932 gegründete Bodega gehört vielmehr fast schon zum nationalen Kulturerbe. Die Gründe dafür sind einfach zu finden, symbolisiert Muga doch alles, was in Spanien hohen Stellenwert hat. So wird Muga immer noch als reines Familienunternehmen in der dritten Generation geführt. Den Spagat zwischen den großen Traditionen der weltberühmten Rioja und den Methoden der modernen Weinbereitung hat man meisterhaft geschafft.

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Malerische Herbstlandschaft in der Rioja

Quick Info

  • Spanien
  • Rioja
  • Tempranillo, Garnacha, Graciano

Guía Proensa
"Dieses Haus ist eine Zusammenfassung von 100 Jahren Geschichte der Rioja, dabei erhält es die herausragenden traditionellen Charaktereigenschaften mit den es die Zukunft baut und ist als sicherer Wert für den Aufschwung des spanischen Weines notiert."

Guía Gourmets
"Im Jahr 1932 von den Brüdern Isaac und Manuel Muga gegründet, sorgen heutzutage ihre Söhne für die Kontinuität in der traditionellen Weinbereitung, ohne dabei allerdings die neusten technischen Entwicklungen aus dem Auge zu verlieren mit denen die Qualität systematisch erhöht wird."

Blick auf Holzfässer im Weinkeller von Bodegas Muga

Bodegas Muga

Bodegas Muga findet man im historischen Barrio de la Estación (Bahnhofsviertel) in Haro. Die Gebäude sind zwei Jahrhunderte alt, überwiegend aus Stein und Eichenholz gebaut. Überhaupt spielt Eiche eine herausragende Bedeutung in der Kellerei. Es gibt 14.000 Fässer aus verschiedenen Arten von Eiche, hauptsächlich französische (Allier, Tronçais oder Jupilles), aber auch amerikanische, ungarische, russische und sogar eine kleine Partie spanische. Muga ist die einzige Kellerei in Spanien mit einem eigenen Küfermeister und drei hauseigenen Fassbindern! Die Familie engagiert sich für die Weinkultur, dazu hat man mit einem innovativen Konzept einen Meilenstein im Weintourismus geschaffen und Muga ist einer jener Namen im spanischen Weinbau mit der höchsten internationalen Reputation.

Die Weinberge der Bodegas Muga liegen in den Ausläufern des Montes Obarenes in der Rioja Alta. Dort herrscht ein besonderes Klima, teils wegen ihrer einzigartigen Geographie und Lage, teils durch das einzigartige Klima: Mittelmeer-, Atlantik- und Kontinental-Einflüsse verbinden sich in perfekter Eintracht und schaffen ein ideales Klima für die Kultivierung von Weintrauben. Die Böden dieser Region bestehen aus kleinen Parzellen mit vor allem Ton- und Kalkstein, die jede für sich eine ganz bestimmte Persönlichkeit hat.

Diese Mischung aus Klima und Böden sorgt für einen langen Wachstumszyklus, in denen die Trauben alle ihre Komponenten herausbilden. Ohne Frage ein wichtiger Schlüssel für die Qualität der Weine. Bodegas Muga besitzt knapp 350 Hektar eigene Weinberge. Die wichtigste Rebsorte ist natürlich Tempranillo, dazu kommen Garnacha, Graciano und Mazuelo, sowie Viura und Malvasía für die Weißweine.

Wine in Black Interview mit Manuel Muga

Herr Muga, man trennt die Winzer in der Rioja gerne in Traditionalisten und Modernisten. Auf ihrem Weingut scheint das kein Widerspruch zu sein?

"Eine der Stärken der Rioja, insbesondere der La Rioja Alta, ist die große Anzahl unterschiedlicher Terroirs. Wir kennen dieses Terroirs seit Jahrzehnten, und arbeiten in jedem Weingarten entsprechend den Bodenverhältnissen. Das gibt uns eine große Vielfalt an Stilen, vom klassischen Prado Enea, bis zu den modernen Weinen wie Torre Muga und Aro."

Haben Sie einen Weinstil, den Sie persönlich bevorzugen? Eher der klassische Rioja oder lieber der moderne?

"Wenn die Qualität stimmt, mag ich beide Stile. Das hängt sehr davon ab, welches Essen auf den Tisch kommt und der Zeitpunkt an dem ich einen Wein trinke."

Bei Muga fällt auf, dass Sie vom einfachen Rosado bis zu ultrateuren Boutique-Wein alles im Portfolio haben. Wieso konzentrieren Sie sich nicht nur auf Premium-Weine?

"Unser Fokus liegt natürlich auf Rotwein, auf hochwertigem Rotwein. Es stimmt aber auch, dass wir Weiß- und Roséwein erzeugen und sogar einen Schaumwein. Als unser Großvater Isaac Martínez die Bodega gründete, war er nicht nur für Rotwein bekannt, sondern auch als Erzeuger guter Weiß- und Roséweine. Nachdem er 1969 verstarb, haben wir dieses Erbe erhalten, um an ihn zu erinnern. Aber ungeachtet dessen, gilt für alle unsere Weine ein hoher Qualitätsanspruch. Der Muga Rosé beispielsweise ist als einer der besten Roséweine Spaniens bekannt, hat in vielen spanischen Weinführern Preise gewonnen und gilt als einer der Lieblings-Rosé von Robert Parker."

Seit 2007 sind in der Rioja einige neue Rebsorten erlaubt wie Chardonnay und Sauvignon Blanc aus Frankreich, aber auch alte autochthone wie Maturana und Turruntés. Gibt es demnächst eine Muga Sauvignon Blanc oder einen Muga Turruntés Reserva?

"Nein, wir wissen zwar, dass Cabernet Sauvignon, Merlot, Sauvignon Blanc und Chardonnay große, international anerkannte Rebsorten sind, aber sie sind in so vielen Regionen der Welt präsent, dass es aus unseren Sicht, keinen Sinn ergibt, sie auch in der La Rioja Alta anzubauen. Für uns bleiben Tempranillo, Garnacha, Graciano und Viura die wahren Rebsorten der Rioja!"

Thema Klimawandel! Spüren Sie in der Rioja die Veränderung und hat das Auswirkungen auf den Weinbau?

"Verglichen mit dem Klima vor 30 bis 40 Jahren stimmt es schon, dass es eine spürbare Veränderung gibt. Die Rioja hat davon aber eher profitiert und ist, mehr denn je, eine Region mit exzellenten klimatischen Bedingungen."

Eine uralte Diskussion wird über die Unterschiede von amerikanischer Eiche und französischer Eiche geführt. Sie haben dazu noch Barriques aus ungarischer und spanischer Eiche. Wie groß ist der Einfluss des Holzes auf den Wein?

"Wenn man einen großen Wein erzeugen will, dann benötigt man einen intakten Kreislauf, bei dem alles stimmt. Das heißt, man braucht zuerst einmal hochwertige Trauben, dann das Wissen eines erfahrenen Önologen und eine Kellertechnik auf dem neusten Stand. Aber natürlich ist die Qualität der Holzfässer von wesentlicher Bedeutung. Bei Muga haben wir dafür eine eigene Küferei, die es ermöglicht exakt die Holzfässer und Barriques zu erstellen, die wir brauchen. Die Herkunft des Holzes spielt dabei zwar eine Rolle, aber entscheidender für den Geschmack eines Weines, sind das Alter des Fasses, der Grad der Röstung und die Länge der Zeit, die ein Wein im Fass verbringt."

Apropos Barriques, wie managt man 14.000 Barrique-Fässer?

"Das ist in der Tat eine respektable Anzahl an Fässern, aber man muss natürlich berücksichtigen, dass wir ja Weine mit einer langen Lebensdauer erzeugen. So ist schon die Muga Reserva zwei Jahre im Fass, der Prado Enea sogar drei Jahre. Derzeit haben wir drei verschiedene Jahrgänge im Fasskeller. Um das zu managen, braucht man zuverlässige Mitarbeiter. Auf Muga sind 60 Leute beschäftigt, viele davon schon seit Jahrzehnten, die wissen, was sie zu tun haben."

Familientradition seit 1932 … Ist das eine Unterstützung oder kann das auch mal kompliziert werden?

"Wie alles im Leben hat auch ein Familien-Unternehmen gute und schlechte Seiten, bei uns allerdings überwiegen ganz klar die positiven. Das Geheimnis unseres Erfolg ist eine klare Aufteilung der Arbeit, bei langfristig festgelegten Zielen."

Angenommen, Sie müssten auf eine einsame Insel auswandern und könnten vier Flaschen Wein mitnehmen, welche wären das?

"Auf jeden Fall die Prado Enea Gran Reserva 2005, ihre Eleganz und ihre Komplexität sind einfach überwältigend. Außerdem darf ein Flasche Château Angélus 1990 nicht fehlen. Ich habe wunderbare Erinnerungen an diesen grandiosen Wein, der von einem meiner französischen Lieblings-Weingüter stammt. Und nicht zu vergessen Italien, das mich auch begeistert, also sollten ein paar Flaschen von Casa di Terra ins Gepäck und von Poggio al Sole, ebenfalls in der Toskana daheim, um mich über die Tage meiner Einsamkeit hinweg zu trösten."

Haben Sie vielleicht ein Gourmet-Tipp für unsere Kunden? Was passt zu der Reserva, dem Weißwein und was serviert man besten zum Rosé

"Der Muga Reserva ist ausgesprochen vielseitig, er passt sehr gut zu hellem und dunklem Fleisch, die Wine in Black-Kunden sollten ihn aber auch mal zu Fischsorten wie Thunfisch oder Lachs probieren. Spannend! Der Muga Blanco passt zu weißem Fisch und fast allen vegetarischen Gerichten, während der Muga Rosado ein großartiger Frühlings- und Sommerwein ist, toll zu Salaten, Pasta oder zu Pizza!"