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James Suckling Weinkritiker

James Suckling: Wein-Kritiker und Toskana-Liebhaber

James Suckling ist für Italien, was Robert Parker für Frankreich ist. Bekannt geworden als Chefredakteur des Wine Spectator, ist er heute einer der wichtigsten Akteure auf dem Feld der Wein-Bewertung. Seine erste Wein-Bewertung verfasste er im Alter von 23 Jahren für den Wine Spectator. Seitdem hat guter Wein James Suckling nie wieder losgelassen.

Mittlerweile hat James Suckling den Wine Spectator verlassen und führt mit seinem Sohn Jack Suckling das eigene Format jamessuckling.com. Guter Wein steht dabei noch immer im Mittelpunkt seines Lebens. Schon vor Jahren legte er seinen Wohnort nach Florenz in der Toskana: Wein von dort fasziniert James Suckling besonders.

Über James Suckling

Wer ist James Suckling?

Bevor er sich mit der Wein-Bewertung beschäftigte, studierte James Suckling Journalismus in Wisconsin. Guter Wein war schon früh eine Leidenschaft des jungen James Suckling und so bewarb er sich mit zarten 23 Jahren bei der Zeitschrift Wine Spectator, dessen Chefredakteur er einmal werden sollte. Ist der Wine Spectator heute die wichtigste Wein-Zeitschrift der USA, hatte er zu dieser Zeit gerade mal einige hundert Abonnenten.

James Suckling begann als einfacher Redaktionsmitarbeiter Wein-Bewertung für Wein-Bewertung zu verfassen und arbeitete sich langsam hoch. Ende der 1980er Jahre wurde James Suckling nach Frankreich entsandt, um dort die Europa-Ausgabe des Wine Spectator zu aufzubauen. Guter Wein hatte schon immer eine große Rolle für James Suckling gespielt. Da kam die Möglichkeit, inmitten der wichtigsten Anbaugebiete zu arbeiten natürlich wie gerufen. James Suckling lebte zunächst einige Jahre in Paris, wo er Rotwein, Weißwein, Schaumwein und Champagner für den Wine Spectator verkostete.

Robert Parker: Weinkritiker, der verkostet und Notizen macht

Die Möglichkeit die Wein-Bewertung in Europa direkt vor Ort vorzunehmen, ließ James Suckling aufblühen. Dass in der Toskana Wein wächst, war James Suckling natürlich auch zuvor schon bekannt gewesen. Dass die Toskana Wein von solcher Wucht und Feinheit liefern kann, eröffnete dem jungen Wein-Journalisten aber dennoch einen ganz neuen Blickwinkel. Italien entwickelte sich mit der Zeit zum Steckenpferd und James Suckling zum Kritiker Nummer 1 in Sachen Wein-Bewertung für italienischen Wein.

Bekanntheit erlangte James Suckling dann als Chefredakteur des Wine Spectator. In dieser Rolle stieg er zu einem der wichtigsten Kritiker in der Disziplin der Wein-Bewertung auf. Seine große Leidenschaft gilt Italien, wo vor allem die Toskana Wein produziert, der James Suckling fasziniert.

2010 verließ James Suckling dann den Wine Specator mehr oder minder überraschend. Gemeinsam mit seinem Sohn Jack Suckling etablierte er jamessuckling.com. Guter Wein hat auch hier Priorität. Die klassische Wein-Bewertung ist jedoch nur ein Teil von Sucklings Repertoire. Dieses wurde um Veranstaltungen und Beratertätigkeiten ergänzt.

Verkostungsnotizen, Robert Parker, Wein-Kritiker, Wine Advocate
 
  • James Suckling - 93
Clos des Lunes 'Lune d'Argent' Bordeaux Blanc Sec 2016
'Lune d'Argent' Bordeaux Blanc Sec 2016
Clos des Lunes
Weißwein • Frankreich • Bordeaux
  • James Suckling - 97
Müller-Catoir Weißburgunder 'Haardter Herzog' VDP. Erste Lage 2017 - Bio
Weißburgunder 'Haardter Herzog' VDP.Erste Lage 2017
Müller-Catoir
Weißwein • Deutschland • Pfalz
  • James Suckling - 94
Alvaro Palacios 'Camins del Priorat' 2018
'Camins del Priorat' 2018
Álvaro Palacios
Rotwein • Spanien • Katalonien
  • James Suckling - 98
Clonakilla Shiraz Viognier 2013
Shiraz Viognier 2013
Clonakilla
Rotwein • Australien • Canberra, Australian Capital Territory

Was ist jamessuckling.com?

Manch einer war etwas verwundert, als James Suckling 2010 den Wine Spectator verließ. War er doch sein gesamtes Berufsleben mit dem Wine Spectator verbunden gewesen. Doch in Sachen guter Wein muss man James Sucklings Wein-Bewertung nicht vermissen.

Aus James Suckling, Chefredakteur des Wine Spectator, wurde James Suckling, CEO von jamessuckling.com. Gemeinsam mit seinem Sohn und einem Team von erfahrenen Wein-Kritikern, verkostet er hier nach wie vor Rotwein, Weißwein, Schaumwein und Champagner. Welcher Wein ein guter Wein ist, lässt sich der Wein-Bewertung entnehmen, die das Team regelmäßig online veröffentlicht.

Asiens Metropolen werden immer wichtiger für die Weinbranche. Welcher Wein erfolgreich ist, hängt immer öfter davon ab, wie sie in Bangkok, Hong Kong oder Singapur abschneiden. Das gilt besonders für Champagner und teuren Rotwein. James Suckling hat das erkannt und Hauptstandorte in Bangkok und Hong Kong eingerichtet.

James Sucklings Sohn, Jack Suckling, ist mittlerweile in die Fußstapfen des Vaters getreten. Jack Suckling leitet das Büro in Bangkok und ist der zweite Mann im Haus, direkt hinter seinem Vater. Als Sohn eines Wine Spectator-Redakteurs begegnete ihm guter Wein natürlich schon früh. Aufgewachsen ist Jack Suckling teilweise in der Toskana: Wein aus Italien bekam er also schon in die Wiege gelegt.

Guter Wein ist nicht das einzige, was James Suckling fasziniert. Als Aficionado ist er nämlich auch Kenner und Kritiker feiner Zigarren. Neben der klassischen Wein-Bewertung fließt auch diese Leidenschaft in die Arbeit ein. Welcher Wein zu welcher Zigarre passt, beschreibt James Suckling in zahlreichen Videos auf jamessuckling.com.

Weinkritiker verkostet, Wine Advocate, Robert Parker

Wie bewertet James Suckling?

James Suckling verwendet das, von Robert Parker etablierte, 100 Punkte-Schema. Aus Parker-Punkten werden sozusagen Suckling-Punkte. 100 Punkte sind die höchste Wein-Bewertung, die ein guter Wein erhalten kann. Diese Wein-Bewertung wird nur äußerst selten vergeben und ist nur den Besten der Besten vorbehalten. Jeder Wein-Kritiker beantwortet die Frage anders, welcher Wein ein guter Wein ist. Sehr guter Wein geht bei 90 Suckling-Punkten los. Ab 95 Suckling-Punkten spricht James Suckling selbst von einem must buy. Bei James Suckling liefert häufig die Toskana Wein - insbesondere Rotwein -, welcher 100 Suckling-Punkte erhält.

Obwohl James Suckling und Robert Parker nominal die selbe Skala für ihre Wein-Bewertung verwenden, gibt es Unterschiede zwischen den Punkten. Tendenziell schneidet guter Wein bei James Sucklings Wein-Bewertung ein paar Punkte besser ab als bei Parker. Während 87 Punkte bei Robert Parker noch als guter Wein angesehen werden, empfiehlt James Suckling solche Weine nicht zum Kauf.

Schon beim Wine Spectator war James Suckling Vertreter einer recht eigensinnigen Herangehensweise an die Wein-Bewertung. Dem Geruch - Wein-Kenner nennen das die Nase - misst James Suckling weniger Bedeutung bei. Die Nase ist bei einer klassischen Wein-Bewertung einer der ersten Schritte, sich einem Wein zu nähern. Welcher Wein welche Punkte erhält entscheidet James Suckling nach dem Verkosten im Mund. Guter Wein zeichne sich durch die Balance von Tannin, Alkohol, Frucht und Säure aus, so James Suckling. Diese Balance findet er besonders in Italien und vor allem in der Toskana: Wein wird hier häufig aus Sangiovese gekeltert, der bekannt ist für sein feine Weinsäurestruktur.

Allgemein hat James Suckling eine unweigerliche Faible für italienischen Rotwein. Man kann fast sagen, James Suckling sei für Italien, was Robert Parker für Bordeaux ist. Das schlägt sich auch in der Wein-Bewertung nieder. Besonders italienischer Rotwein erhält bei James Suckling häufig etwas mehr Punkte als bei anderen Kritikern.

Wein-Verkostung, Bewertung, Robert Parker's Wine Advocate